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Anlageformen für Riesterrenten

Die Form der Riester Rente bestimmt darüber, wie Ihr Geld angelegt wird und für Sie arbeitet. Wer nur noch wenig Zeit bis zur Rente hat, sollte eher auf Sicherheit achten. Sparer, die noch über 20 Jahre bis zum Rentenbeginn Zeit haben, sollten eher auf lukrative Erträge achten. Über die vom Gesetz geforderten Garantie hinaus können Sie für Ihre Spar-Beiträge zwischen risikoarmen, ertragsorientierten und risikoreicheren Anlagen wählen. Zur Auswahl stehen:

 1. Banksparpläne

Hierbei handelt sich um ein klassisches Sparbuch, das mit einem Zins auf das Guthaben verbunden ist. Neben den Eigenschaften eines Sparbuches ist es mit den Rahmenbedingungen (siehe Riester Grundlagen) ausgestattet.

Vorteile Nachteile
  • keine Wertschwankung
  • keine Kosten
  • hohe Sicherheit (Einlagensicherung d. Banken)
  • fester Zins
  • Transparenz
  • sehr geringe Rendite
  • kein Inflationsschutz
  • Guthaben nicht vom Bankvermögen getrennt
 ► geeignet für Personen über 55 Jahre 

 

 

 

 

 

2. Fondssparpläne

Bei der Investmentanlage legt der Sparer sein Geld in Investmentfonds an. Je nach Alter und Risikoneigung stehen zum Teil chanchenreiche Aktienfonds oder risikoärmere Renten- oder Immobilienfonds zur Verfügung. Einige Gesellschaften bieten ein aktives Management der Fonds an. Das funktioniert dann wie eine Vermögensverwaltung, die in Abhängigkeit von der Börse und der noch zur Verfügung stehenden Laufzeit, das Depot anpasst. Sie müssen sich nicht selbst um die Anlage kümmern oder sich damit auskennen und können trotzdem die langfristigen Chancen der Wertpapiermärkte nutzen. Die Wertschwankungen können während der Laufzeit erheblich sein. Am Ende sind jedoch immer mindestens das eingezahlte Geld zuzüglich staatlicher Zulagen garantiert. Langfristig (20 Jahre) erwirtschaften Aktienfonds erfahrungsgemäß mindestens 7% Rendite, so dass die Garantie nur ein Sicherungsnetz darstellt.

Vorteile Nachteile
  • hohe Renditechance
  • Inflationsschutz bei Aktienfonds
  • geringere Kosten als bei Versicherung
  • Vermögensverwaltung für kleine Gelder
  • Guthaben getrennt vom Vermögen der Bank
  • Transparente Anlage
  • Wertschwankungen
  • Risiko auf eingezahlten Gelder "zurückzufallen"
  • keine garantierte Rentenhöhe bei Abschluss
  • Umtausch in Rentenversicherung am Ende
 ► geeignet für Personen bis 45 Jahre , für Personen über 45 Jahre je nach Anbieter

 

 

 

 

 

 

 3. Versicherung mit Investmentfonds (fondsgebundene Rentenversicherung)

Im Wesentlichen funktioniert eine fondsgebundene Rentenversicherung ähnlich wie ein Fondssparplan. Die Sparbeiträge werden in ausgewählte Investmentfonds investiert. Je nach Anbieter wird das Management und die Zusammenstellung des Depots entweder für Sie übernommen oder Sie können selbst Einfluss nehmen. Die vom Gesetzgeber geforderte Garantie wird entweder durch die herkömmliche Versicherungsanlage (Deckungsstock) gewährleistet oder durch einen Garantiefonds. Darüber hinaus gehende Spareinlagen werden dann in lukrative Investmentfonds investiert.

Im Gegensatz zu reinen Fondssparplänen wird Ihnen bei den meisten Anbietern von vornherein die Höhe der Rente garantiert, es fallen keine zusätzlichen Kosten am Ende der Laufzeit durch den Tausch in eine Rentenversicherung an und der Versicherer übernimmt das Risiko, dass die Rente unter Umständen über das statistische Lebensalter hinaus gezahlt werden muss, wenn Sie länger leben.

Vorteile Nachteile
  • gute Renditechancen
  • Inflationsschutz durch Aktienfonds
  • Rentenhöhe von Anfang an garantiert
  • Vermögensverwaltung für kleine Beiträge
  • Guthaben getrennt vom Vermögen der Versicherung
  • Sicherung erreichter Wertentwicklung möglich
  • Transparente Anlage
  • Wertschwankungen
  • etwas höhere Kosten
  • wenig gute Anbieter
 ► geeignet für Personen bis 50 Jahre

 

 

 

 

 

 

 4.  klassische Rentenversicherung

Die klassische Rentenversicherung kennen die meisten Deutschen, da sie wie die Kapitallebensversicherung funktioniert. Das Geld wird von der Versicherung angelegt, dafür erhält der Versicherte einen Garantiezins und bei erfolgreicher Anlage einen Überschusszins. Wo die Versicherung das Geld investiert ist intransparent, da es nicht offen gelegt werden muss. Der Gesetzgeber schreibt durch das Versicherungsgesetz den Gesellschaften vor, dass maximal 35% der Kundenvermögen in Aktien investiert werden darf.

Vorteile Nachteile
  • Rentenhöhe von Anfang an garantiert
  • Sicherung erreichter Überschüsse
  • Garanatiezins (2,25% vor Kosten)
  • Management der Geldanlagen
  • Ertrag auch von Wirtschaft abhängig
  • etwas höhere Kosten
  • geringere Rendite
  • Intransparente Anlage
  • Vermögen nicht von Versicherung getrennt
  • kein Inflationsschutz
  • Kunde an stillen Reserven wenig beteiligt
  ► geeignet für Personen über 50 Jahre

 

 

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